... aus den mündlichen Überlieferungen des Bragi Thrymsson
Und die Helden verließen darauf des Hooguns Statt, um zu finden eine neue Herberge. Doch der unaufhörlich tobende Sturm von Schnee und Eis hatte Marasborgs Straßen verwandelt in eine tödliche Hölle und die Helden waren besorgt, den Augen ihrer Feinde zu entkommen. Und so schlichen sie durch die Tiefen der Erde unter dem Berg nach einem neuen Verstecke, wo sie sicher sein wollten ihrer Haut. Aber des Halbblutes scharfe Sinne gewahrten einen geheimen Gang und sie folgten ihm nach unbezeichneten Orten. Und am Ende des Weges fanden sie da ein geheimes Lager, wo darinnen harrten 20 Statuen von brünniertem Stahl. Ihre Leiber waren gefertigt in Menschengestalt, doch ihre Schädel waren die Fratzen wilder Tiere, des wütenden Ebers und des rasenden Bären, des blutlüsternen Wolfs und des menschenfressenden Marderhundes. Ihre Augen waren leere Höhlen ohne jedes Licht und ihre Körper still ohne jede Regung. Auch fanden die Helden des Nordens bei ihnen Waffen, krumme Klingen von dunklem Eisen, von welcher jede der Figuren zwei zu tragen vermochte. Da griff der Sohn von Erz und Flamme in die Brust eines der starren Krieger und verlieh ihm das Feuer der Seele und vermochte so die Gestalt in Bewegung zu versetzen. Doch große Anstrengung war es für ihn, den Biestinger von Eisen anzutreiben und so ließ er ab von ihm, sinnend über einen Weg, wie er den Kriegern Leben einzuhauchen mochte, so dass sie ihnen zur Seite stünden in der nahenden Schlacht gegen den vierbeäugten Wächter Niflheims. Zur gleichen Zeit aber fanden seine Kameraden einen geheimen Ausgang nach dem Osten und eröffneten ihn. Ihre Überraschung war groß als sie fanden, dass die geheime Pforte sie nach dem Hause des Sigart Thruel führte, wo sie Hinweise fanden, dass der Kaufmann Alles hinter sich gelassen hatte, um auf eine lange Reise zu gehen.
Alsdann untersuchten die Helden die mannigfaltigen Bücher und Pergamente aus des Kaufmannes Heimstatt und der Sohn der Calishiten begann zu schmieden ein Herz für der starren Krieger Brust. Und er bog und faltete die Bande von Eisen und er schrieb in sie Worte der Macht die kündeten von dem Leben und dem Willen und ein jeder der Helden legte in sie einen Teil seiner selbst. Dann aber formte er das Herz und er legte es einem der Eisenkrieger in die Brust und hieß ihn zu leben. Und siehe, er lebte und Shafah benamte seine Schöpfung Noah Marasveyg.
Aber des Elbenblutes Erbe fand einen geheimen Gang nach der Erden Tiefe und traf ihn verschlossen und mit einer verruchten Falle bewehrt. Doch des Drachen Odem fehlte den Eroberer der niederhöllischen Tiefen und vor ihm eröffnete sich der finstere Gang. Doch erneut war der Weg versperrt von böser Niedertracht, denn ein schwarzes Tuch von unheiliger Macht lag über dem Pfad. Und das Halbblut trat da vom Leben nach dem Tode und sein Herz schlug nicht mehr. Doch getragen von der uralten Kraft machtvoller Artefakte regte er sich und trat durch den Vorhang aus finsterem Nichts. Unten fand er Sigarts Geheimstes, ein Zimmer voll Wunder und großer Magie. Und unter den Briefen und Büchern fanden sie Hinweise, dass der Kaufmann seinen Tod nur gespielt und fürderhin sahen sie einen Schrank der mit den Lettern "Bund des Harptos" bezeichnet war. Geheimnisvolle Pergamente lagen darein in Futteralen die bezeichnet waren mit den Namen der Monde des Jahres. Doch nicht zwölf, nur sieben fanden sie, und sie eröffneten sie und betrachteten sie und fanden in zweien die Zeichen nicht unbekannter Personen. Es waren dies Manshoon, der finstere Herr des schwarzen Netzes und die Sigarts darselbst.
Freitag, 11. Dezember 2009
Die Ruhe vor der Schlacht [Chronik]
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