... aus den Überlieferungen des Bragi Thrymsson
"Und mit magischer Macht entkam das Halbblut der Wächter Verlies und entfleuchte der Häscher Hände. Doch zurück blieb die Trägerin des Schwerts, um der Widersacher Wunden zu binden. Und so musste sie darben noch immer in ihrem Verlies und der Fürst der Eisernen Fäuste bedrängte sie zu künden von der Klingen Macht. Doch gepflanzt hatte sie den Samen des Zweifels in eines andren Wächterkriegers Seele und sie sandte jenen aus zu ergründen ihrer düsteren Warnungen Grund. Weilan hob an des schrecklichen Winters erste Nacht und weiß fiel der Schnee aus der Wolken Schwärze. Da erdachte das Halbblut sich gerissene List, zurück zu gewinnen Herrin und Schwert. Meisterlich spielte er die Saiten des schwarzen Netzes düstren Gewebes, zu erlangen Zutritt nach der Wächter Burg. Und als Lohn versprach er ihnen das Schwert, des Schrecklichen Schneide als güldenen Pfand. Und von der Finsternis verborgen, vom fallenden Weiß umhüllt traten er und der Erdensohn durch das Tor, welches Neidingers Hände aufgetan.
Und in der Festen höchsten Raum fanden sie den verfemten Feind, der Klinge sich zu ermächtigen sein Geist gewillt. Und so kam der Schlachtgesang der Walküren über sie und der Fürst der Faust hob das Schwert um zu wehren sich gegen der Feinde Übermacht. Und tief riss er die Male des Blutes in des Halbblutes Fleisch, doch der Wölfe Wein floss auch aus seines Fleisches Wunden. Stahl biss Stahl und die Funken stoben und endlich fand des Halbbluts Klinge des Wächterfürsten Herz und er brach zusammen in seinem Blut. Und es flohen die Helden da aus der Kirchen Burg und wurden geführt in eine finstere Unterkunft, wo die Häscher des Netzes bereits ihrer harrten.
Sonntag, 18. Oktober 2009
Blutgericht [Chronik]
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